Bundesbankpräsident warnt Deutsche vor Verschuldung

Weidmann warnt vor Überschuldung

Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnt die Deutschen davor, sich bei Investitionsentscheidungen auf dauerhaft niedrige Zinsen zu verlassen. “Die gegenwärtige Niedrigzinsphase darf kein Dauerzustand sein, und darauf sollte sich auch niemand verlassen”, sagte Weidmann der “Bild am Sonntag”. “Das sollten auch all jene bedenken, die sich jetzt verschulden. Die Grenzen der eigenen Belastbarkeit sollte man nicht an den aktuell sehr niedrigen Zinsen, sondern an langfristig normalen Zinssätzen bemessen.”

Lieferdienst setzt in Griechenland auf Elternliebe

Lieferdienst Vanakias macht sich Krise zunutze

Die Dauerkrise in Griechenland treibt viele Menschen in die Verzweiflung, findige Unternehmer aber auch zu cleveren Geschäftsideen. So macht sich eine neue Start-Up-Firma den Umstand zunutze, dass viele junge Leute wegen finanzieller Nöte wieder auf die mütterliche Kochkunst schwören: Der Lieferdienst Vanakias bringt das Essen direkt vom elterlichen Herd ins neue Heim der ausgezogenen Kinder. Weil deren Taschengeld so nicht in ungesundes Fast-Food wandere, schlage sein Geschäftsmodell gleich “zwei Fliegen mit einer Klappe”, sagte Firmen-Mitgründer Dimitris Balomenos.

Privatinsolvenz bald nur noch auf drei Jahre begrenzt

Junge Erwachsene zunehmend von Schulden betroffen

Verbraucher und insolvente Existenzgründer können bald bereits nach drei statt nach sechs Jahren aus ihren Schulden herauskommen. Dazu verabschiedete der Bundestag das Gesetz zur Verkürzung des Restschuld-Befreiungsverfahrens. Damit werde ein wirtschaftlicher Neustart schneller möglich, erklärte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).

Krise zwingt Spaniens König zum Verkauf seiner Yacht

König Juan Carlos muss auf Yacht verzichten

Angesichts der Wirtschaftskrise hat sich der spanische König Juan Carlos zum Verkauf seiner Yacht “Fortuna” entschieden. Der Unterhalt des Motorboots, dessen Wert auf 21 Millionen Euro geschätzt wird, sei mit dem aktuellen Sparzwängen nicht zu vereinbaren, erklärte der Königspalast. Nach Angaben der Presse kostet es mehr als 20.000 Euro, die 41,5 Meter lange Yacht vollzutanken. Die Popularität von Juan Carlos ist im freien Fall infolge einer Reihe von Skandalen, insbesondere der Korruptionsaffäre um seinen Schwiegersohn Iñaki Urdangarín.